Bauers DepeschenMontag, 03. August 2015, 1502. Depesche![]() ![]() ![]() Der Klick zum ![]() LIED DES TAGES ![]() ![]() FLANEURSALON LIVE mit Buch-Präsentation ("In Stiefeln durch Stuttgart - Komakäufer und Rebellen") am Sonntag, 18. Oktober, im Theaterhaus. Weil es noch einmal Zeit ist für ein ordentliches Stadt-Spektakel mit anständigem Personal, und weil es Blödsinn wäre, zum Buch-Start das halbe Buch vorzulesen, machen wir eine ausschweifende Show mit viel Musik und doch etwas Text. Auf die Bühne gehen: ![]() Christine Prayon - als Entertainerin des Abends ![]() Vincent Klink & Begleitung - als Poet und Musiker ![]() Eric Gauthier & Begleitung - als Sänger und Erzähler ![]() Eva Leticia Padilla & Band - als Stimme des Abends ![]() Toba Borke & Pheel - als Wort- und Rhythmus-Maschine ![]() Joe Bauer - als Dingsbums ![]() ![]() „Wenn man die Internationalität der Stadt spüren will, geht man in Joe Bauers Flaneursalon, eine Art Revue aus Komik, Literatur und Rock `n` Roll.“ ![]() Die Taz, Berlin ![]() ![]() Vorverkauf online: THEATERHAUS - Kartentelefon: 07 11/4020-720. ![]() ![]() Noch ein paar Sätze zum Wetter: ![]() ![]() SO GUT WIE DRAUSSEN ![]() In der Regel kommt der Mensch nicht unter freiem Himmel zur Welt, und wenn er vernünftig ist, sucht er auch im Leben den Schutz des geschlossenen Raums. Er muss sich nicht wie der kleine Oskar in Günter Grass’ „Blechtrommel“ unter den Röcken der Großmutter verkriechen. Als Kokon empfiehlt sich eine Bar mit gefpfelgtem Licht. Das wäre ein wichtiger Schritt der Menschheit in Richtung Stil. ![]() Seit jeder Nachkomme der deutschen Pickelhaube glaubt, er müsse bei der Wahl seines Schankraums die Lebensart der Italiener oder Spanier nachäffen, geht es auf unseren Bordsteinen zu wie im Sommerschlussverkauf der schlimmsten Ramschläden: Alles muss raus! ![]() Die Frischluft-Gier, der Wahn, sich als cooler Outdoor-Abhänger mit einer Blasenentzündung zu adeln, erzeugt absurde Bilder. Gestresste Bachelor-Studenten mampfen im kältesten Winter Asia-Schlamm aus Pappkartons auf Gartensesseln. Provinzwirte stellen im Frühsommer Marktplätze mit Liegestühlen zu, und hinterwäldlerische Bürgermeister eröffnen – ohne Blickkontakt zum Wasser – grausam beschallte „Stadtstrände“. Das ist die Dolce Vita des Draußensitzers. „Gärne“ deckt er sich im Freien mit Rheumadecken zu, sitzt er nicht nikotinsüchtig unter Heizpilzen. Die Frage, ob es nicht peinlich ist, an einer hässlichen Straßenkreuzung mit der hochstaplerischen Bezeichnung „Platz“ im Abgas eines Fünfunddreißigtonners Prosecco zu schlucken, stellt sich längst nicht mehr. Wieso auch. Selbst in den Gärten vor den Halbhöhen-Villen genießt man den Gestank verkohlter Grillware auf Biobasis mit erotischer Lust. ![]() Da gilt als Kauz, wer sich wehrt, sich von freilaufenden Kindern und spielenden Hunden unter Bordsteinmobiliar an die Stiefel pissen zu lassen. Der lieber seinen Panama aufsetzt und auf dem Weg in seine nicht von Tageslicht getrübte Bar dem Sandalenträger vor der Open-Air-Kaschemme auf die Zehen tritt. ![]() Der Kampf, la bella figura als lebenden Teil eines geschlossenen Gesamtkunstwerks zu begreifen, ist allerdings verloren. Wer sich als Gastwirt nicht ein paar Quadratmeter zum Servieren neben einem Gully ergaunert hat, dekoriert die Decke seiner ehrbaren Indoor-Anstalt am besten mit einem Strick. Als Gastronom ist er so gut wie draußen. ![]() ![]() BEITRÄGE schreiben im LESERSALON ![]() ![]() FRIENDLY FIRE: ![]() NACHDENKSEITEN ![]() INDYMEDIA LINKS UNTEN ![]() BLICK NACH RECHTS ![]() INDYMEDIA ![]() STÖRUNGSMELDER ![]() FlUEGEL TV ![]() RAILOMOTIVE ![]() EDITION TIAMAT BERLIN ![]() Bittermanns Fußball-Kolumne Blutgrätsche ![]() VINCENT KLINK ![]() KESSEL.TV ![]() GLANZ & ELEND ![]() ![]() ![]() ![]() |
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