Bauers DepeschenSonntag, 28. Oktober 2012, 1001. Depesche![]() WERTE HOMEPAGE-GÄSTE, ![]() zurzeit gibt es auf der Depeschenseite technische Probleme, ich kann oft stundenlang keine neuen Texte platzieren oder Änderungen vornehmen. Wartungsarbeiten stehen bevor. Ich bitte um Geduld. ![]() ![]() KOMMENTARE SCHREIBEN IM LESERSALON ![]() ![]() SOUNDTRACK DES TAGES ![]() ![]() SCHNELLE NOTIZEN, GROHMANN ![]() Sonntagmorgen, die 1001. Depesche. Die Dächer der Häuser und Autos vor dem Fenster sind mit Oktoberschnee bedeckt. Pünktlich zur Umstellung auf die Winterzeit hat die Natur reagiert. Gleich starte ich meinen Sonntagslauf. In London gibt es einen guten Brauch: Eine Anti-Kommerz-Guerilla klebt Geschäften, die vor dem 1. November Weihnachtsware auslegen, nächtens das Schlüsselloch zu. ![]() Macht hoch die Tür: Am Samstagabend hat Peter Grohmann, der große politische Aktivist, der Humorist und Autor, der Mann für alle zwingenden Fälle, im Stuttgarter Theaterhaus seinen 75. Geburtstag gefeiert - weltweit angekündigt als sein Hundertster. Er ist eine historische Instanz, ein politischer deutscher Mensch, ein Grenzgänger, geboren 1937 in Dresden, beheimatet in Stuttgart. ![]() Tausend Besucher im T 1 erwiesen ihm bei seiner öffentlichen Jubiläumszeremonie die Ehre. Ein wohltuender, kurzweiliger Abend. Man sah Doku-Filme, die Brenz-Band spielte, Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier hielt eine kluge, originelle Laudatio (unsereins ist ein wenig stolz, dass er zusammen mit TH-Schauspielern beim Vortragen von Peter Grohmanns gewitzter, berührender Text-Montage über sein Leben mitwirken durfte: Skizzen, Notizen aus der deutschen Historie seit 1937, Dokumente, Lyrik u. a. von Bert Brecht, Erich Mühsam und dem Jubilar). ![]() Es war ein Abend des anderen Stuttgart, ein Spiegel der linken politischen Kultur, der neuen Bürgerbewegung in dieser Stadt (Beifall für die biografische Anmerkung: Peter Grohmann wurde 1961 wegen "Parteischädigung" aus der SPD ausgeschlossen). ![]() Der unbeirrbare Fünfundsiebziger nutzte am Ende seinen kurzen Auftritt, um unaufgeregt auf die reaktionären Machenschaften in dieser Stadt hinzuweisen, beispielsweise auf die Willkürjustiz des Oberstaatsanwalts Häußler. Es wäre für den Protagonisten ein Leichtes gewesen, tosenden Beifall für seine gewohnt geschliffenen Pointen einzuheimsen. Er hat anders und mutig entschieden - und sich auch an diesem Tag großen Respekt erworben. ![]() Lange lebe Herr Grohmann! ![]() ![]() FLANEURSALON ![]() Unser Flaneursalon zur Premiere meines neuen Buchs am Sonntag, 18. November, im THEATERHAUS macht Hoffnung. Der Vorverkauf läuft ordentlich. Wer das Programm noch nicht kennt: Auf die Bühne gehen Vincent Klink & Patrick Bebelaar, Los Santos (mit Stefan Hiss), Dacia Bridges, Toba Borke & Pheel und Roland Baisch. Beginn 19.30 Uhr. Kartentelefon: 07 11 / 4020 720. ![]() Siehe auch: ![]() DIE KUNST DES MÜSSIGGANGS ![]() ![]() KOMMENTARE SCHREIBEN IM LESERSALON ![]() ![]() ![]() ![]() |
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