Bauers DepeschenMontag, 11. Oktober 2010, 595. Depesche![]() Jetzt sind es nicht einmal mehr vier Wochen - und der Werbetrommler muss trommeln, bis ihm schlecht und alles gut wird. So läuft das: ![]() ![]() FLANEURSALON am Sonntag, 7. NOVEMBER (19.30 Uhr), im THEATERHAUS mit: HÄUPTLING SITTING KÜCHENBULL - Außerdem im Aufgebot: Eric Gauthier Trio, Dacia Bridges Duo, Michael Gaedt als The Master Of The Universe... ![]() Raging Bull: VINCENT KLINK ![]() ![]() NOTIZEN ![]() Gott ist ein Sportsmann, er schützt die Aktionen gegen S 21 mit gutem Wetter ebenso wie meinen Waldlauf sonntagmorgens mit Serben-Eddy, den man aufgrund der Partisanen-Geschichte in die Bäume beordern sollte. Habe mir am Sonntag den ersten Ausflug seit Jahren aufs Volksfest erlaubt (siehe StN Kolumne vom 12. Oktober). Man muss hin und wieder solche Härtetests machen, um die Wirklichkeit, das Mappus'sche Weltbild und die Propheten der Zukunft zu begreifen. Die Zukunf heißt Zickezacke und trägt Dirndl. ![]() ![]() NOCH WAS Schnelles, das ich für die Wort-Kolumne "Unter Strafe gestellt" in der gestrigen Ausgabe von "Sonntag aktuell" getippt habe: ![]() ![]() AUSREDEN! ![]() Die billigste Erfindung des Fernsehens ist die Talkshow. Dazu braucht man ein paar Stühle, Herrn Friedman von der CDU, Herrn Jörges vom "Stern", Frau Schwarzer von den Frauen und Frau Illner vom ZDF. Bei diesen Sendungen wird getalkt. Das Einzige, was dabei herauskommt, sind die Talker, die reingehen. Die Themen, die getalkt werden, sind wurscht. Der Talk-Wortschatz beschränkt sich auf den Befehl: "Lassen Sie mich ausreden!" Bei emotional engagierteren Talkern wird dieser Satz auch mal variiert: "Lassen Sie mich GEFÄLLIGST ausreden!". Diese Art Streitkultur beruht auf einer rhetorisch hochwertigen Kategorie der politischen Rede: der Ausrede. Kein Talker käme auf die demokratische Idee zu sagen: Lassen Sie mich reden! Ich habe das Recht auf freie Rede! Der Talker, vorzugsweise der politische, kämpft nicht ums Reden. Er will Ausreden. Auf diesem Gebiet ist der politische Talker unschlagbar. Kaum hat man ihm eine Frage gestellt, weiß er: Ich brauche Ausreden. Und weil er außer Ausreden nichts kann, sagt er nicht: "Das ist eine Ausrede." Er sagt: "Lassen Sie mich ausreden!" Damit ist die Redezeit beendet. Der Talk ist aus. ![]() SOUNDTRACK DES TAGES ![]() ![]() KOMMENTARE SCHREIBEN: LESERSALON ![]() ![]() DIE STN-KOLUMNEN ![]() E-Mail-„Kontakt“ ![]() ![]() FRIENDLY FIRE: ![]() FlÜGEL TV - Alle Schandtaten vom Bahnhof live ![]() UNSERE STADT ![]() KESSEL.TV ![]() EDITION TIAMAT BERLIN (Hier gibt es mein aktuelles Buch "Schwaben, Schwafler Ehrenmänner - Spazieren und vor die Hunde gehen in Stuttgart") ![]() www.bittermann.edition-tiamat.de (mit der Fußball-Kolumne "Blutgrätsche") ![]() GLANZ & ELEND ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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