Bauers Depeschen


Montag, 26. August 2019, 2126. Depesche


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FLANEURSALON MIT

OLIVER MARIA SCHMITT

UND VINCENT KLINK

Den nächsten und letzten Stuttgarter Flaneursalon in diesem Jahr machen wir am Montag, 25. November, im Theaterhaus. Eigentlich ein Zufallsprodukt: Der bei uns weltberühmte Satiriker und Schriftsteller Oliver Maria Schmitt, mit Martin Sonneborn und Thomas Gsella in der Titanic BoyGroup unterwegs, hatte mir mal angeboten, im Flaneursalon mitzumischen. Ich hätte mich nicht getraut, ihn zu fragen. Irgendwann wurde die Sache dann ernst, und wie‘s der Teufel will, schwirrte auf einmal auch der Name Vincent Klink herum, weil Herr Schmitt gerade bei ihm eingekehrt war. Auch Herr Klink - als Koch, Musiker und Autor Im Dauereinsatz - hatte zufällig Zeit, und so waren wir schon zu dritt. Ergänzt wird dieser Flaneursalon im Theaterhaus mit der tollen Sängerin Eva Leticia Padilla und ihrer Begleitung sowie vom famosen Rapper/Beatboxer-Duo Toba & Pheel. Der Vorverkauf läuft bereits, und ich freue mich auf einen Abend voller kontroverser Wort- und Musik-Beiträge. Womöglich wird’s lustig. Hier gibt es online Karten: VORVERKAUF - Telefonisch: 0711/4020720



Hört die Signale!

Ein Lied zum Tag



DIe aktuelle StN-Fußballkolumne

PROBLEMLÖSER

Widmen wir uns heute dem „Profi“. Dieser Begriff wird so häufig benutzt, dass kaum noch Zeit bleibt, über seine Bedeutung nachzudenken. Nehmen wir die simple ­Definition aus dem Bereich Sport: Ein Profi ist jemand, der mit seiner Art Leibesübungen seinen Lebensunterhalt verdient, oft auch etwas mehr. Laut Duden ist der Profi ein Mensch, der „etwas fachmännisch ­betreibt“. Damit sind wir bei den Stuttgarter Kickers.

Am zweiten Heimspieltag der Saison habe ich mich, professionell mit einer Stehplatzdauerkarte ausgerüstet, in die Straßenbahn gesetzt, um der Fünftligapartie gegen den SV Sandhausen beizuwohnen. Fairerweise sei hinzugefügt, dass es sich um die zweite Mannschaft des SV Sandhausen handelte, da für diesen Verein ein noch professionelleres Team in der zweiten Liga spielt. Sandhausen hat 15 000 Einwohner, rund 1000 weniger als der Stuttgarter Stadtbezirk Degerloch, in dem die Kickers zu Hause sind. Meines Wissens üben die meisten ­Kickers-Spieler ihre Oberligatätigkeit als Profis aus, fachmännisch und gegen Lohn, weshalb sie standesgemäß eins zu null gegen Sandhausen II siegten.

Diesen Triumph erlebten 2640 Zuschauer: eine auf dem Kickersplatz gewohnte, dennoch fast unglaubliche Zahl, bedenkt man, dass viele Profis in anderen Unter­haltungs­sparten begeistert wären über nur ein Zehntel Besucher bei ihren Auftritten (was nichts über die Höhe ihres Verdienstes aussagt). Jedenfalls ist es kein Spott, wenn ich von Degerlocher Profibedingungen spreche. Fußball ist ein ernsthaftes Spiel.

Für den professionellen Fußballliebhaber, den fachmännischen Genießer, darf deshalb auf keinen Fall der Blick auf die Liga dominieren. Die Kickers feiern am 21. September ihr 120-jähriges Bestehen. Wer ihrer Fußballabteilung das Profiwesen abspricht, dem sei gesagt, dass die Kickers schon 1952 durch die USA tourten und vor großer ­Kulisse in New York gegen eine deutschamerikanische Auswahl 4:3 siegten. Später wurde ­deshalb ein großer Kickers-Spieler Fußball-Nationaltrainer der Vereinigten ­Staaten von Amerika. Sein Name ist ­Jürgen Klinsmann. Mehr Profi geht nicht.

Wikipedia interpretiert den Profi so: „Es wird ein erhöhtes Maß an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, eine besondere Problemlösungskompetenz und eine aus­geprägte ,professionelle Distanz‘ von einer Person erwartet, wenn sie – unabhängig der Tatsache, dass sie über ihre Tätigkeit Einkünfte bezieht – als ,Profi‘ bezeichnet wird.“

Dem VfB Stuttgart gelang zuletzt ein 0:0 beim FC Erzgebirge Aue in Sachsen. Für größere Aufmerksamkeit sorgt zwar die historische Frage, was uns am 1. September die Landtagswahlen in Sachsen bescheren. Dennoch will ich die Bedeutung des Stuttgarter Punktgewinns im Erzgebirge nicht schmälern, auch nicht mit dem Hinweis, dass in der Mercedes-Benz-Arena problemlos dreimal so viele Menschen Platz finden, wie in der gesamten Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema wohnen.

Laut VfB-Trainer Tim Walter hatte der Schiedsrichter Schuld, dass sein professionelles Team im Ortsteil Aue kein Tor ­erzielte. Womöglich war der Unpar­teiische einer, dem ein „erhöhtes Maß an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, eine ­besonders Problemlösungskompetenz“ usw. fehlten. Also kein Profi. Wäre er einer ­gewesen, hätten die VfB-Profis selbst­verständlich gewonnen. Wie hoch, kann ich nicht mal ahnen.

Gelesen und gehört habe ich, dass der VfB-Trainer nach der Nullnummer wütend war auf den Schiedsrichter und mangels Treffer auf dem Platz seinen gegnerischen Kollegen Marc Hensel verbal unter ­Beschuss nahm. Bei Sportsmännern ist so etwas üblich. Vor allem bei Profis mit besonderer Problemlösungskompetenz.

 

Joe Bauer: Im Staub von Stuttgart - Ein Spaziergänger erzählt
 

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17.09.2019


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