Bauers Depeschen
Montag, 21. Mai 2007, 20. Depesche
Nach den ersten 20 Depeschen, ins Nichts geschrieben, habe ich eine Pause verdient. Die gönne ich mir. Ich bin der Kürzertreter. Im Internet habe ich keinen Chef. Draußen ist es heiß, viele VfB-Fans und solche, die es über Nacht geworden sind, liegen gedanklich noch im Koma, und ich muss dringend zur Körperertüchtigung. Erfahre gerade, dass mein Freund G., der mit dem Hund Polly, in Helsinki weilt, mein Freund B. mit Frau in Island. Ich mache alles falsch.

Wer die Bühnenshow des Südwestfernsehens auf dem Stuttgarter Schlossplatz gesehen hat, muss sich über die Kunst des Entertainments hier zu Lande keine Gedanken mehr machen. Als selbst der Fußballaltstar Hansi Müller merkte, dass man zigtausend Fans unter freiem Himmel nicht mit sackdoofen Interviews zu Tode langweilen darf und deshalb Olé-Gesänge anstimmte, um das Publikum zu reanimieren, begriff der Moderator, Name wurscht, austauschbar, noch immer nicht, dass er neben einer Livebühne stand und nicht im Studio vor seinen dressierten Butterfahrtengästen.

Dann gab es noch, als Reporterin für die Live-Übertragung des Triumphzugs, auch Korso genannt, eine Dame, die war so blond, die konnte blondierte Fragen stellen: Fernando Meira, warum steht ihr da oben? „Weil wir Meister sind.“ Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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