Bauers DepeschenFreitag, 13. April 2007, 5. DepescheDer Sommer ist in die Stadt gekommen, die Menschen sitzen gut ausgezogen, aber mit eingezogenem Genick in den U-Bahnen, als hätten sie noch Angst vor der Last der Hitze. Die neue Freitreppe auf dem Stuttgarter Schlossplatz ist fast so gut besetzt wie früher die alte. Es ist jetzt sehr heiß in der Stadt und trotzdem um acht Uhr abends schon dunkel, das ist aufregend, aber ungefährlich: Stuttgart, meldet aktuell die Polizei, gilt statistisch als die zweitsicherste Stadt Deutschlands, hinter München, dort werden Banditen aus Gründen ihres gesellschaftlichen oder politischen Ansehens nur selten erfasst.![]() Im Café Stella den Discjockey M. getroffen, vermittelt von meiner alten Freundin und Lebensberaterin M. ![]() Herr M. kümmert sich seit Jahren um das Phänomen Country, am Mittwoch, 18. April, legt er mit seinen Kollegen vom DJ-Team Montagegruppe bei der „Country-Party“ – heißt wirklich so – in der neuen Muttermilch-Filiale namens Tonstudio, Theodor-Heuss-Straße, auf. Mit dem Plattenleger M. spontan das Café Stella verlassen, um ihn auf der anderen Straßenseite in würdevollem Ambiente zu fotografieren: M. fand sich unverhofft im Gerberviertel zwischen circa zweitausend Paar Stiefeln und diversen Cowboyhüten wieder und sah richtig gut aus. Tatort: Lederladen Boots, das Sündenkaufhaus aller gut bereiften Menschen, die wissen, dass Johnny Cash nicht nur mit Peter Alexander im Duett gesungen hat (was wahr ist). ![]() Mein Freund G., der Herr mit dem Hund namens Rosa, hat sich gemeldet mit dem Befehl, heute Abend in Leonberg (!) die Show eines irischen Stimmwunders namens Mary Black zu besuchen. Wenn ich mitmache, heißt das nicht, dass ich den Plan verworfen habe, noch in diesem Sommer einen Hund zu töten. Gedanken darüber mache ich mir wie immer in der Sauna im Bad Berg. ![]() Bei Widerworten bitte „Kontakt“ anklicken. ![]() |
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