Bauers Depeschen
Montag, 08. Februar 2010, 441. Depesche

Nächster Flaneursalon: Mittwoch, 24. Februar, Theater Rampe

Karten: 0711 / 620 09 09 - 16.


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LESERSALON


BETR.: NOCHMAL TARO


Bei der Beschäftigung mit Gerda Taro, der 1937 im Spanischen Bürgerkrieg gefallenen Kriegsfotografin aus Stuttgart, hat mir Klaus Bittermann ein neu erschienenes Buch von Martha Gellhorn empfohlen: "Ausgewählte Briefe", Dörlemann-Verlag. Ich habe selten etwas so Präzises gelesen. Martha Gellhorn, 1908 in St. Louis/USA geboren und 1998 auf eigenen Wunsch in London gestorben, war wie Gerda Taro Kriegsreporterin (und auch kurz die Ehefrau von Ernest Hemingway). Im Januar 1937 schrieb sie, Hitlers Divisionen in Spanien vor Augen, an Eleanor Roosevelt, die Frau des US-Präsidenten:

"Wenn es Krieg gibt, wird unser normales Tun und Treiben zum größten Teil hinfällig. Mein Gefühl ist, man sollte Tag und Nacht arbeiten und schwimmen und die Sonne an die Haare lassen und so viele Menschen lieben, wie man auftreiben kann, und das ganz fix, weil die Zeit tagtäglich knapper wird."


Am Donnerstag, 18. Februar, gibt es zum Thema Gerda Taro einen Abend im Stuttgarter Literaturhaus, Bosch-Areal. Um 19 Uhr ist ein amerikanischer Dokumentarfilm über den Spanischen Bürgerkrieg zu sehen, um 20 Uhr sprechen die Taro-Biografin Irme Schaber und ich über das Leben der Kriegsreporterin. Ich werde auch kleine Texte lesen. Stefan Hiss singt spanische Lieder. Der Abend gehört zum Begleitprogramm der Gerda-Taro-Ausstellung im Stuttgarter Kunstmuseum am Schlossplatz. Karten für 6 € /8 € unter 07 11 / 2 84 29 04.

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