Bauers DepeschenSamstag, 23. Januar 2010, 431. Depesche![]() Nächster Flaneursalon: Mittwoch, 24. Februar, Theater Rampe ![]() Karten: 0711 / 620 09 09 - 16. ![]() Kolumnen in den Stuttgarter Nachrichten ![]() ![]() BETR.: TEXTE GESUCHT – FOLGE 10 ![]() ![]() In der Depesche vom 5. Januar habe ich angekündigt, Texte von fremden Autoren (Depeschen-Lesern) auf meine Seite zu stellen, weil ich zurzeit nicht tippen darf, rechter Arm geschient. Die mir gemailten Beiträge werden nicht verändert. Jeder kann weiterhin mitmachen: ![]() „Kontakt“ ![]() Die Resonanz ist gut, die Besucherzahl beachtlich. Inzwischen gibt es auch Meinungsaustausch über den einen oder anderen Beitrag, darüber mehr, wenn ich die Kiste wieder mit zwei Händen bedienen kann. ![]() Heute eine kurze Geschichte von Sabine Jakob-Günther, Grund- und Hauptschullehrerin aus Ditzingen. Geschrieben nach einem Ausflug in die schönste Stadt der Welt. ![]() ![]() NEW YORK – HEIMERDINGEN ![]() ![]() VON SABINE JAKOB-GÜNTHER ![]() ![]() Großstadt, New York, Anonymität, Hektik, meint man. ![]() Dennoch: Ein Einkaufstütenkontrolleur, Schwarzer, eines Elektronikwarenhauses nimmt sich die Zeit und begleitet uns nach draußen in die Kälte, 200 m bis zum Blockeck, 100 m weiter bis zur nächsten Straße und zeigt uns das Kaffee, das er uns wärmstens empfiehlt, weil es dort den besten Käsekuchen Manhattans gibt. Er freut sich wortreich über unser Glück, nicht bei Starbucks landen zu müssen und verweigert völlig entsetzt die Dollargabe. ![]() Dorf, Heimerdingen, jeder kennt jeden, Gelassenheit, meint man. ![]() Dennoch: In den Stadtbus steigen zwei Schwarze, größenordnungsmäßig Schwergewichtsboxer, des Deutschen nicht mächtig. Es dauert nicht lange, bis der erste bezahlt hat, der zweite tut sich sichtlich schwer mit der fremden Währung und versperrt mit seinem Muskelrücken zwangsläufig den Weg in den Bus hinein. Er ist so breit, er kann nicht anders. Dahinter ein Rentner, er hat keine Zeit, drängt vorbei und begleitet dies lautstark mit Worten, die der Wiederholung unwürdig sind. Auf meine Hinweise zur Geduld und Höflichkeit reagiert er nicht, aber ein türkischer Mitfahrer neben mir: Das ist Deutschland, mit anderer Hautfarbe, nix wert. ![]() „Kontakt“ ![]() ![]() ![]() |
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