Bauers Depeschen


Donnerstag, 27. Januar 2022, 2296. Depesche


Permalink zu dieser Depesche: www.flaneursalon.de/de/depeschen.php?sel=20220127



 

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

inzwischen gibt es wieder eine neue KONTEXT-KOLUMNE. Sie führt den Spaziergänger erst nach Cannstatt und dann dorthin, wo er hingehört: AUF DIE STRAßE. Hier geht's zum Text: KOLUMNE



FLANEUSALON LIVE

Am Sonntag, 27. März, ist der Flaneursalon wieder im Theaterhaus - diesmal mit Thabilé, Stefan Hiss und Oliver Maria Schmitt. Infos und Karten gibt's hier: VORVERKAUF THEATERHAUS - Auch telefonisch: 0711/4020720



STUTTTGARTER AKTION ZUR CORONA-POLITK -

SOLIDARISCH GEGEN RECHTS.

Allein in Baden-Württemberg waren zuletzt mehr als 70.000 Gegner:innen der Corona-Maßnahmen auf den Straßen unterwegs. Wir können nicht einfach zuschauen, wie Rechte und verschwörerische Kräfte diese Aufmärsche instrumentalisieren. Es entsteht ein gefährliches, demokratiefeindliches Gemisch, das den Strategien der Neuen Rechten nützt. Dagegen wollen wir auch in Stuttgart ein Zeichen setzen. Ein kleines Team hat eine Aktion für Dienstag, 15. Februar, vorbereitet: Schlossplatz, 18 Uhr.



TEXT zur Kundgebung am Dienstag, 15. Februar, auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Beginn 18 Uhr. Wortbeiträge u. a.: Caritas, AK Asyl, Württembergischer Kunstverein, Pflegebereich. Live-Musik (Los Santos). Initiiert/organisiert von der Künstler:innensoforthilfe Stuttgart und Mitarbeiter:innen von Gewerkschaften:



Stuttgarter Bürger:innen und Organisationen rufen zur Kundgebung auf:

FÜR EINE GECHTE CORONA-POLITIK!

UNSER SOLIDARITÄT GEGEN

DEMOKKRATIEFEINDE UND RECHTE STIMMUNGSMACHE.

Zwei Jahre Pandemie und Corona-Politik haben die Verhältnisse in der Republik noch ungerechter gemacht. Die reichsten Menschen haben ihr Vermögen verdoppelt, während Millionen Menschen wegen Kurzarbeit oder fehlender Verdienstmöglichkeiten mit immer weniger auskommen müssen. Der Hartz-IV-Satz wurde real gesenkt. Vor allem die ohnehin Benachteiligten und Verletzlichen in unserer Gesellschaft leiden schwer unter den Folgen der Pandemie. Unterdessen finden rechte und verschwörerische Erklärungen in der Krise großen Zuspruch. Mit einfachen Antworten spielen Rechte mit den Sorgen, die viele Menschen derzeit haben und stellen sich an die Spitze der Protestbewegung. Unter Schlagwörtern wie „Freiheit“ und „Grundrechte“ breitet sich ein gefährlicher Egoismus aus. Immer öfter werden – enthemmte und gewalttätige – Angriffe auf unsere demokratische Gesellschaft und Kultur und auf unsere Pressefreiheit gestartet.

Die Probleme kennen wir. Kinder, Schüler*innen und Studierende haben große psychische Schwierigkeiten aufgrund der Bedingungen an Schulen, Kitas und Hochschulen; sie müssen die strengsten Maßnahmen hinnehmen, während in der Wirtschaft weniger harte Regeln gelten, da die Profite gesichert bleiben sollen. Auch in der vierten und fünften Welle wird wieder über Schulschließungen gesprochen. Dabei gibt es in den meisten Klassenzimmern und Kita-Gruppen bis heute nicht einmal Luftfilter.

Einige sehr wichtige Branchen und Arbeitsbereiche sind von den politischen Maßnahmen existenziell betroffen, darunter besonders die Gastronomie, andere werden mehr oder weniger geschont. Und wie immer trifft es die ohnehin Benachteiligten unserer Gesellschaft, darunter Geflüchtete und Obdachlose besonders hart.

Viele in der der Kunst- und Kulturarbeit, die für eine antirassistische und internationale Lebensart, für unsere demokratische Gesellschaft unverzichtbar sind, kämpfen um ihre Existenz; nicht wenige mussten bereits aufgeben.

Und die, die für uns den Laden seit zwei Jahren unter Einsatz ihrer Gesundheit am Laufen halten, in den Kliniken und in der Altenpflege, in der sozialen Arbeit und in den Kitas, werden immer noch nicht besser bezahlt. Stattdessen gibt es gelegentlich selektive Prämien, die – anstatt den Zusammenhalt zu befördern – Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmer:innen schüren. Noch nie wurde so deutlich, wie falsch und gefährlich profitorientierte Gesundheitspolitik ist. Und noch immer ist kein Kurswechsel in Sicht.

Kritik und Protest sind notwendig. Vieles läuft falsch. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass berechtigte Kritik den rechten Kräften und den verschwörerischen Anhänger:innen Zulauf verschafft – die überdies keine Antworten haben.

Wichtig ist: Die demokratischen Kräfte müssen für eine solidarische und gerechte Corona-Politik auf die Straße gehen und gegen den Rechtsruck Zeichen setzen. Wir müssen uns dagegen wehren, dass Rechte und verschwörerische Demokratiefeinde Wut, Ängste und Enttäuschungen von Menschen für ihre menschenfeindlichen Zwecke instrumentalisieren.

Und dass sie damit die Gefahren dieser Krankheit leugnen und das Leid verhöhnen, das Corona unzähligen Menschen gebracht hat und weiterhin bringt.



UNSERE KÜNSTLER*INNENSOFORTHILFE STUTTGART

ist nach wie vor täglich aktiv, erhält aber nach Weihnachten und Neujahr (verständlicherweise) kaum noch Spenden. Seit 22 Monate ziehen Peter Jakobeit und ich diese Aktion durch.1,5 Millionen Euro haben wir bisher gesammelt und das Meiste davon weitergeleitet. Wer spenden oder unsere Sache verbreiten möchte, findet hier alle Infos: KÜNSTLER*INNENSOFORTHILFE STUTTGART



 

Joe Bauer: Im Staub von Stuttgart - Ein Spaziergänger erzählt
 

Archiv 

27.01.2022

14.01.2022

01.01.2022
25.12.2021

15.12.2021

05.12.2021
20.11.2021

15.11.2021

08.11.2021
03.11.2021

24.10.2021

06.10.2021
23.09.2021

12.09.2021

24.08.2021
05.08.2021


Depeschen 2251 - 2280

Depeschen 2221 - 2250

Depeschen 2191 - 2220

Depeschen 2161 - 2190

Depeschen 2131 - 2160

Depeschen 2101 - 2130

Depeschen 2071 - 2100

Depeschen 2041 - 2070

Depeschen 2011 - 2040

Depeschen 1981 - 2010

Depeschen 1951 - 1980

Depeschen 1921 - 1950

Depeschen 1891 - 1920

Depeschen 1861 - 1890

Depeschen 1831 - 1860

Depeschen 1801 - 1830

Depeschen 1771 - 1800

Depeschen 1741 - 1770

Depeschen 1711 - 1740

Depeschen 1681 - 1710

Depeschen 1651 - 1680

Depeschen 1621 - 1650

Depeschen 1591 - 1620

Depeschen 1561 - 1590

Depeschen 1531 - 1560

Depeschen 1501 - 1530

Depeschen 1471 - 1500

Depeschen 1441 - 1470

Depeschen 1411 - 1440

Depeschen 1381 - 1410

Depeschen 1351 - 1380

Depeschen 1321 - 1350

Depeschen 1291 - 1320

Depeschen 1261 - 1290

Depeschen 1231 - 1260

Depeschen 1201 - 1230

Depeschen 1171 - 1200

Depeschen 1141 - 1170

Depeschen 1111 - 1140

Depeschen 1081 - 1110

Depeschen 1051 - 1080

Depeschen 1021 - 1050

Depeschen 991 - 1020

Depeschen 961 - 990

Depeschen 931 - 960

Depeschen 901 - 930

Depeschen 871 - 900

Depeschen 841 - 870

Depeschen 811 - 840

Depeschen 781 - 810

Depeschen 751 - 780

Depeschen 721 - 750

Depeschen 691 - 720

Depeschen 661 - 690

Depeschen 631 - 660

Depeschen 601 - 630

Depeschen 571 - 600

Depeschen 541 - 570

Depeschen 511 - 540

Depeschen 481 - 510

Depeschen 451 - 480

Depeschen 421 - 450

Depeschen 391 - 420

Depeschen 361 - 390

Depeschen 331 - 360

Depeschen 301 - 330

Depeschen 271 - 300

Depeschen 241 - 270

Depeschen 211 - 240

Depeschen 181 - 210

Depeschen 151 - 180

Depeschen 121 - 150

Depeschen 91 - 120

Depeschen 61 - 90

Depeschen 31 - 60

Depeschen 1 - 30




© 2007-2022 AD1 media ·