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# 3003 | 05.08.2019 12:17:11 | rebstock schrieb:
Hauptsache, das Fleischermuseum in Böblingen bleibt erhalten. Das Ende des Bauernkriegs legt es vielleicht auch nahe, die Themen zusammen darzustellen.

# 3002 | 12.07.2019 22:51:07 | Niels Clasen schrieb:
Ich bin ein „Fan“ des Böblinger Bauernkriegsmuseums. Ein echtes Highlight der Region! Waren Sie schon mal dort? Wenn nicht – beeilen! Die Sindelfinger/Böblinger Zeitung meldete doch tatsächlich, das „Gutachten“ eines Stuttgarter Architekturbüros und eines Ludwigsburger „Kulturmanagers“ empfehle die Schließung! Bitte an alle: Dem bedrängten, aber verdienstvollen Böblinger Museum „einen Beistand zu thun“.
Ein Denkmal für eines der bedeutenden historischen Großereignisse der deutschen wie auch der regionalen Geschichte!!
Frage: Was für eine Situation muss entstanden sein, bevor wir uns bewaffnet gegen die Obrigkeit erheben?
Böblingens Boden ist blutgetränkt, fand doch im Mai 1525 hier eine der größten und verheerendsten Bauernschlachten des Bauernkrieges statt. Das Bauernkriegsmuseum setzt - nicht zuletzt mit einem großen Diorama der Böblinger Schlacht - den tausenden getöteten Aufständischen ein anschauliches Denkmal – und nicht zuletzt auch dem unvergesslichen, in Pforzheim 1525 gevierteilten Maler Jörg Rathgeb, der an der Schlacht teilgenommen hatte. Erstmals malte er so, dass auch das einfache Volk eine Hauptrolle spielte: Herrenberger Altar, Staatsgalerie!
Das Bauernkriegsmuseum ist ein bedeutender, absolut notwendiger Gedenkort für den „großartigsten Revolutionsversuche des deutschen Volks“ (Friedrich Engels), nicht irgend so ein Touristen-Event, wo man die Besucher/innen zählt, wo man die Präsentation auf veraltet oder zu „textlastig“ abcheckt wie es das besagte „Gutachten“ macht.

Tatsächlich nun empfiehlt das „Gutachten“ des Stuttgarter Architekturbüros Demirag und des Ludwigsburger „Kulturmanagers“ Thomas Knubben die Schließung des Bauernkriegsmuseums. Gemacht offenbar von Leuten, denen jedes geschichtliche Bewusstsein abgeh! Die stören sich an ein ein paar relativ leicht behebbaren Mängeln, aber empfehlen die Schließung!! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Denen gehört das Honorar gestrichen!

Ginge es um die Raumnot und andere technische Mängel in den alten Mauern der Zehntscheuer, warum machen die „Gutachter“ keinen Vorschlag zur Erhaltung und Verbesserung (Anbau, anderes Gebäude, Neubau)? Immerhin handelt es sich um die historische Zehntscheuer, die selbst (wie hunderte andere „Zehntscheuern“ im ganzen Land) für den Ausbruch des Bauernkriegs eine entscheidende Rolle spiele hat, also selbst „Ausstellungsstück“ ist. Von so etwas wissen die „Gutachter“ nichts!!
Dass es dort einen düsteren Raum gibt, der die elenden Lebensumstände der Bauern um 1500 anschaulich macht - absolut nicht textlastig! Gerade Jugendliche ging der oft nahe! Dem „Gutachten“ ist das keine Erwähnung wert!
Entsorgt man so die unbequeme, aufständische, aufrührerische Geschichte dieses Landes? Will man vergessen machen, das das Recht auf Revolution ein Menschenrecht ist, das einzige wirkliche, wie Friedrich Engels bemerkte?
Ich bitte alle, sich zu engagieren, damit nicht „die Bestände des Bauernkriegsmuseum eingelagert“ (so das „Gutachten“) werden.
Das entsprechende Museums-Konzept der „Gutachter“ soll übrigens am Montag Nachmittag, 15. Juli 2019, ab 13:00 Uhr öffentlich im Böblinger Rathaus diskutiert werden.
Empört,

Niels Clasen
Joe:Vielen Dank für die Information, Niels Clasen. Die Stuttgarter Zeitungen haben inzwischen auch darüber berichtet. Deinen Text hab ich bereits auf Facebook verbreitet - mit ganz guter Resonanz.

# 3001 | 20.05.2019 15:29:28 | Wilfried Harthan schrieb:
2092. Depesche: Wiglaf Droste

Nach BVB-Spielen konnte man ihn häufiger im B-Trieb an der Theke sehen, habe mich nie getraut, ihn anzusprechen. Einmal habe ich ihn auf der Waldau getroffen und mich nett mit ihm unterhalten.

Und einmal war ich bei einer Lesung von ihm in der Dortmunder Schauburg. Nach der zweiten, dritten Zugabe kündigt er die letzte an. Also, letzte Zugabe. Beifall. Er steht auf, zieht das Jackett aus und hängt es über die Stuhllehne. Ja, was jetzt? Er geht zwei Schritte zur Seite, nimmt Anlauf und schlägt auf der Bühne ein Rad und verlässt unter Riesenapplaus den Saal. Guter Mann, einer der fehlt. Wollte ich nur noch schnell gesagt haben.

# 3000 | 10.05.2019 14:13:33 | nesenbacher schrieb:
@ #2999: Wilfried Harthan
100% Zustimmung!
Keinen Fußbreit den Rechten und Rassisten!
Danke Joe!

# 2999 | 10.05.2019 12:08:45 | Wilfried Harthan schrieb:
@ Depesche 2087

Von Ernles und Bio-Deutschen

Wenn dieser Herr Ernle von "Bio-Deutschen" spricht, dann gibt es in seinem Hirn logischerweise auch "Nicht-Bio-Deutsche". Zur Erinnerung: 1933 hat man dazu "Arier" und "Nichtarier" gesagt. Und leider hatten die Kickers damals eine Vorreiterrolle in der Ausgrenzung ihrer jüdischen Mitglieder eingenommen. Und genau deshalb haben sie heute die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, eine klare Trennlinie zu jeder Form von Rassismus zu ziehen. Die Vereinsoffiziellen sollten nicht beleidigt herumnöhlen, sondern sich bei Joe Bauer für seine Intervention bedanken. Kleiner Gruß aus der Diaspora: Danke Joe, hold on.

# 2998 | 03.05.2019 17:26:53 | nesenbacher schrieb:
@2085. Depesche – "Bobbes des Lebens"
Für die lauffaulen Mitläufer gibts jetzt das Digitale Stuttgarter Stadtlexikon. Der gut gefönte Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer weiß wie PR geht und hat die Nominierung zum Grimme Online Award eingetütet.
https://tinyurl.com/y69b256a
Wie üblich in unserer Provinzstadt wurde hier das meiste vergessen.
So klickt oder wischt sich heute der "Bobbes von Welt" durchs Gelände.
Dem geübten Flaneur werden die Tränen kommen.
Ich bevorzuge den Turnschuh oder die Boots.
Flaneure aller Länder vereinigt Euch!
Joe:Besten Dank, vermutlich muss man doch mal einen Digital-Marsch machen.

# 2997 | 26.03.2019 19:32:20 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2996
Lieber Wilfried,

wie immer ist entscheidend aufm Platz. Oder auch, was hinten dabei rauskommt, damit wir vorne stehen. Sagen wir so: Es ist nicht jedes Spiel in jeder Minute eine Augenweide, ein taktischer Leckerbissen, ein fulminantes Kampfspiel. Wer etwas weniger belastbar ist - wie nicht wenige aus unsrer Mannschaft -, sollte die Waldau an Spieltagen zwischen 14 und 16 Uhr eher meiden. Und auch für nervlich zartbesaitetere Gemüter sind die Kickers eher nichts. Die Auswärtsfahrt nach Gmünd hat mich per Rotlicht(-Blitzer) 20,- Euro zusätzlich gekostet. Hab ich halt 5 Bier in der Pause weniger getrunken, dann war das wieder drin. Also alles wie immer: Alles super auf der Waldau! Noch 65 Tage bis zum Aufstieg!

# 2996 | 24.03.2019 13:08:38 | Wilfried Harthan schrieb:
Nach der Waldau ist vor der Waldau

Also, online betrachtet sieht es auf der Waldau doch gar nicht so schlecht aus. Die Blauen oben, vier Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger, es könnte schlechter stehen. Mein notorischer Zweckpessismismus weicht einem Anflug von Zuversicht. Kann der Salon das bestätigen?

# 2995 | 15.03.2019 19:06:25 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Mit der „Notdurftnot“, um ein glückliches Wort des Chefs aufzugreifen (vgl. Kolumne TOTALSCHADEN; 2075. Depesche vom 15. März), ist das eine heikle Sache. Ein Mann in Notdurftnot hüte sich, die Tränke aufzusuchen, ohne zuvor die Not gewendet zu haben, er ist ja bereits in Gefahr und möge sich nicht mutwillig in diese begeben. Im „Woyzeck“ sollte, wenn ich mich recht entsinne, die Beherrschung der Notdurftnot durch reichlichen Genuss von Erbsen gefördert werden, aber das führt wohl jetzt auch nicht weiter. Wikipedia führt die Notdurft wacker und in wünschenswerter Tiefenschärfe auf eine althochdeutsche Wurzel zurück, womit wir zeitlich, wenn auch nicht sprachgeschichtlich den Vandalen schon wieder recht nahekommen: So bezeichne die Notdurft die „‘Notwendigkeit, Not, (natürliches) Bedürfnis, Bedarf an notwendigen Dingen‘ zum Lebensunterhalt“, auch „das zum Leben Nötige“. Daran ist ja auch heute noch nichts Falsches.
Weiter erfahren wir, Fritz Mauthners „Wörterbuch der Philosophie“ zitierend: „… die Not zwinge im Sinne des Mangels am Notdürftigen oft zu dem, ‚was künstlerisch nicht notwendig wäre. Aber diese Not ist auch, wie in der Kulturgeschichte, die Antreiberin zu jedem Fortschritt gewesen‘“. Was zweifellos die von Vandalen zwar wohl nicht hervorgerufene, mindestens aber gesteigerte Notdurftnot am Albplatz in neue, erhellende Perspektiven stellt. Was anderes als eine solche Notdurft im althochdeutschen Sinne hätte mich letzten Samstag auf gefährliche Fahrt in die dark and bloody grounds der Ostalb gezwungen, vor denen schon Karl May warnte. Was ehedem ehrliche Banditen, sind dort heute die blutroten Gewitterblitze der Radarfallen. Machte nichts, die Not hatte nach Hängen und Würgen auf dem Richtplatz in Gmünd ein Ende und drei Punkte waren notdürftig eingefahren. Künstlerisch war das alles nicht notwendig, und ob es eine Antreiberin zu Fortschritt war, kann sich schon morgen beim Spiel gegen Neckarsulm weisen. Für reichlich Erbsen auf dem Platz dürfte gesorgt sein.

Stuttgarter Kickers vs. Neckarsulmer Sport-Union
16.03. 2019, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

# 2994 | 06.03.2019 21:19:39 | Leonhard Sock schrieb:
Die ganze Wahrheit:
"Es soll Menschen geben, die sich fragen, was an Helge Schneider eigentlich lustig sein soll. Heute noch. Oder wie um alles in der Welt man diesen Wahnsinn als Zuschauer bloß zweieinhalb Stunden aushalten kann. Die Frage, die sie sich eigentlich stellen sollten, ist aber eine andere: Wie kann man den Wahnsinn dieser Welt nur ohne Helge Schneider aushalten?" Zitat aus STN. Ja, immer wieder. Auch wenn der Meisenmann vom Kuckuck gefressen wurde. Die Natur ist brutal. Wir wollen sie schützen. Trotzdem.

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