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2591. Depesche
27. Januar 2026

2592. Depesche

Willkommen!

Liebe Besucherin, lieber Besucher, nach Nierenstein-Entfernung im Krankenhaus und einer ziemlich hartnäckigen Lungen/Bronchien-Infektion mit Rückfall bin ich weitgehend wieder hergestellt – diese Standard-Formulierung erinnert an ein kaputtes Autos, das ich als Spaziergänger naturgemäß nicht habe. Meine Spaziergänger-Kolumne wird jetzt wieder alls 14 Tage am Wochenende hier zu lesen sein, die jüngste findet sich in der 290. Depeche (rückwärts geht es auf dieser Seite mit dem Pfeil oben links). Heute will ich noch einmal an bevorstehende Veranstaltungen erinnen. Wir können im Engagement zur Verteidigung demokratischer Errungenschaften nicht mehr zun, als Veranstaltungen und Aktionen zu organisieren: Es geht um Orte der Begegnung, um Treffpunkte:

Kleiner, privater Tipp
Freitag, 30. Januar 2026, 19 Uhr:
Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Straße 105, Stuttgart
Buchvorstellung mit Gabriele Rollnick und Michael Weber

In der Graphic Novell „ELLA. Nichts haben, alles ändern“ reflektiert die Protagonistin, Gabriele „Ella“ Rollnick, ihr Leben und ihre Zeit. Sie war in den Siebzigerjahren Mitglied der „Bewegung 2. Juni“, einer bewaffneten Gruppe, die verschiedene Aktionen durchführte. Nach langjähriger Haft lebt und arbeitet sie seit 1992 in Hamburg. Die Buchpräsentation gestaltet der Novel-Autor und renommierte Schauspieler Michael Weber, früher Burgtheater Wien, zuletzt Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Eine temperamentvolle, einfühlsame, humorvolle Performance mit Graphic-Einspielungen via Beamer. (Diese Veranstaltung habe ich bereits in Nürnberg gesehen, deshalb empfehle ich sie.)

Dann ein ein wichtiges Thema im Renitenztheater, umso mehr, als zurzeit Menschen von regierenden Politikern runtergemacht werden, weil sie angeblich aus Faulheit zu wenig arbeiten, sich zu oft grundlos krankmelden oder aus „Lifestyle“-Gründen in Teilzeit arbeiten. Als Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie unterstützen wir diesen Abend. Wir können im Engagement zur Verteidigung demokratischer Errungenschaften nicht mehr tun, als Aktionen und Veranstaltungen zu organiseren: Wir brauchen Treffpunkte, Orte der Begegnung.

Dienstag, 3. Februar, 20 Uhr
Renitenztheater Stuttgart – Reihe „Gesprächsstoff“:
Demokratie am Limit – Persönliches Engagement am Rande der Erschöpfung.

Mit der Philosophin Amrei Bahr von der Stuttgarter Uni und dem Kabarettisten Philipp Weber aus Tübingen (aktuelles Programm „Power to the Popel – Demokratie für Quereinsteiger“) – Moderation: Roland Mahr, Renitenztheater
Es ist wichtig, dass solche Themen in Häuser mit Publikumsverkehr hineingetragen werden. Auszug aus der Renitenz-Ankündigung: Unsere Demokratie ist akut bedroht. Nur: Wie können wir uns dafür einsetzen, dass sie nicht nur geschützt wird, sondern auch floriert, wenn wir doch ohnehin ständig am Limit unserer Kräfte sind? Wer kann Demokratie und Gesellschaft politisch oder aktivistisch mitgestalten — und wer bleibt dabei auf der Strecke, weil Beruf, Sorgearbeit, Krankheit oder anderes die volle Aufmerksamkeit und die gesamte zur Verfügung stehende Zeit kosten? Wie können wir als Gesellschaft wehrhaft werden und bleiben, allen anderen Anforderungen zum Trotz? Eintritt frei

Erste Stuttgarter PRÜF-Kundgebung
Samstag, 14. Februar, Schlossplatz, Beginn 12 Uhr.
Ab 11 Uhr Sign Party: Plakate gestalten mit den Workshop-Coaches Tanja & Andreas

Die 1. Stuttgarter PRÜF-Kundgebung wird von einem Team aus der Stuttgarter Kulturszene organisiert. Ins Leben gerufen hat die PRÜF-Demos der Hamburger Satiriker Nico Semsrott – inzwischen finden sie in mehreren Bundesländern statt. Geplant ist, die Aktionen möglichst an jedem zweiten Samstag im Monat in Landeshauptstädten durchzuziehen. Anders als bei üblichen Kundgebungen dominiert die künstlerische, spielerische, interaktive Form, um auch neues Publikum im Engagement gegen Demokratiefeinde zu gewinnen. Politik muss Spaß machen! Fahnen von Parteien und Organisationen sind nicht erwünscht.
Sinn der PRÜF-Kampagne: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ Die Landesregierungen werden aufgefordert, diese Prüfungen einzuleiten.
Mitwirkende in Stuttgart u. a.: Patrick Bopp (Musiker, Chorleiter), Bastian Sistig Krone (Moderation), Stephan Moos (Schauspieler), Florian Hacke (Comedian), Laura Braun Liedermacherin), Mitglieder von Chören, Bands …

Und am kommenden Dienstag, 4. Februar, ist, wie ich zuletzt mit dem Holzhammer auf meiner Depeschenseite kundgetan habe, der Flaneursalon in der Rosenau: Link zu Infos & letzten Tickets

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