Willkommen!
Liebe Besucherin, lieber Besucher, nach längerer Krankheitl bin ich weitgehend wieder hergestellt – diese Standard-Formulierung erinnert an ein kaputtes Autos, das ich als Spaziergänger naturgemäß nicht habe. Meine Spaziergänger-Kolumne wird jetzt wieder alls 14 Tage am Wochenende hier zu lesen sein, die jüngste findet sich in der 290. Depeche (rückwärts geht es auf dieser Seite mit dem Pfeil oben links).
Heute will ich noch einmal an bevorstehende Veranstaltungen erinnen. Wir können im Engagement zur Verteidigung demokratischer Errungenschaften nicht mehr zun, als Veranstaltungen und Aktionen zu organisieren: Es geht um Orte der Begegnung, um Treffpunkte.
Dazu gehört übrigens auch der FLANEURSALON. Für unser Gastspiel am Mittwoch, 4. Februar, in der Rosenau wurde jetzt kurzfristig das Kartenkontingent erhöht. Es gibt wieder Ticket. Vielleicht darf ich mal darauf hinweisen, dass wir uns trotz fünfköpfiger Besetzung mit 23 Euro Eintritt begnügen. Link zu Infos & letzten Tickets
Kleiner privater Tipp
Freitag, 30. Januar 2026, 19 Uhr:
Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Straße 105, Stuttgart
Buchvorstellung mit Gabriele Rollnick und Michael Weber
In der Graphic Novell „ELLA. Nichts haben, alles ändern“ reflektiert die Protagonistin, Gabriele „Ella“ Rollnick, ihr Leben und ihre Zeit. Sie war in den Siebzigerjahren Mitglied der „Bewegung 2. Juni“, einer bewaffneten Gruppe, die verschiedene Aktionen durchführte. Nach langjähriger Haft lebt und arbeitet sie seit 1992 in Hamburg. Die Buchpräsentation gestaltet der Novel-Autor und renommierte Schauspieler Michael Weber, früher Burgtheater Wien, zuletzt Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Eine temperamentvolle, einfühlsame, humorvolle Performance mit Graphic-Einspielungen via Beamer. Eintritt frei. (Diese Veranstaltung habe ich bereits in Nürnberg gesehen, deshalb empfehle ich sie.)
Die Termine unserer nächsten Workshops
im Hotel Silber:
Mit Zivilcourage gegen Hass und Hetze.
Wie kann ich couragiert menschen- und demokratiefeindlichen Äußerungen entgegentreten? Damit beschäftigt sich dieser Workshop. Souverän bleiben, auch wenn es einem die Sprache verschlägt. Wir üben erfolgreiches Vorgehen in Konfliktsituationen: Position beziehen im Alltagsgespräch im privaten oder auch im öffentlichen Umfeld.
30 Personen können teilnehmen. Wir bitten um Anmeldungen per Mail: kontakt@netzwerk-gegen-rechts.info
Sa, 7. Februar: 10 Uhr – 12:30 Uhr: Basisworkshop
und Vertiefungsmodul 13:30 Uhr – 15 Uhr
Sa, 9. Mai 2026: 10 Uhr – 12:30 Uhr: Basisworkshop
Sa, 11. Juli 2026: 9:30 – 12:30 Basisworkshop
und 13:30 Uhr – 15 Uhr Vertiefungsworkshop
Sa, 7. November 2026: 10 Uhr – 12:30 Uhr Basisworkshop
Dann ein ein wichtiges Thema im Renitenztheater, umso mehr, als zurzeit Menschen von regierenden Politikern runtergemacht werden, weil sie angeblich aus Faulheit zu wenig arbeiten, sich zu oft grundlos krankmelden oder aus „Lifestyle“-Gründen in Teilzeit arbeiten. Als Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie unterstützen wir diesen Abend. Wir können im Engagement zur Verteidigung demokratischer Errungenschaften nicht mehr tun, als Aktionen und Veranstaltungen zu organiseren: Wir brauchen Treffpunkte, Orte der Begegnung.
Dienstag, 3. Februar, 20 Uhr
Renitenztheater Stuttgart – Reihe „Gesprächsstoff“:
Demokratie am Limit – Persönliches Engagement am Rande der Erschöpfung.
Mit der Philosophin Amrei Bahr von der Stuttgarter Uni und dem Kabarettisten Philipp Weber aus Tübingen (aktuelles Programm „Power to the Popel – Demokratie für Quereinsteiger“) – Moderation: Roland Mahr, Renitenztheater
Es ist wichtig, dass solche Themen in Häuser mit Publikumsverkehr hineingetragen werden. Auszug aus der Renitenz-Ankündigung: Unsere Demokratie ist akut bedroht. Nur: Wie können wir uns dafür einsetzen, dass sie nicht nur geschützt wird, sondern auch floriert, wenn wir doch ohnehin ständig am Limit unserer Kräfte sind? Wer kann Demokratie und Gesellschaft politisch oder aktivistisch mitgestalten — und wer bleibt dabei auf der Strecke, weil Beruf, Sorgearbeit, Krankheit oder anderes die volle Aufmerksamkeit und die gesamte zur Verfügung stehende Zeit kosten? Wie können wir als Gesellschaft wehrhaft werden und bleiben, allen anderen Anforderungen zum Trotz? Eintritt frei
Erste Stuttgarter PRÜF-Kundgebung
Samstag, 14. Februar, Schlossplatz, Beginn 12 Uhr.
Ab 11 Uhr Sign Party: Plakate gestalten mit den Workshop-Coaches Tanja & Andreas
Die 1. Stuttgarter PRÜF-Kundgebung wird von einem Team aus der Stuttgarter Kulturszene organisiert. Ins Leben gerufen hat die PRÜF-Demos der Hamburger Satiriker Nico Semsrott – inzwischen finden sie in mehreren Bundesländern statt. Geplant ist, die Aktionen möglichst an jedem zweiten Samstag im Monat in Landeshauptstädten durchzuziehen. Anders als bei üblichen Kundgebungen dominiert die künstlerische, spielerische, interaktive Form, um auch neues Publikum im Engagement gegen Demokratiefeinde zu gewinnen. Politik muss Spaß machen! Fahnen von Parteien und Organisationen sind nicht erwünscht.
Sinn der PRÜF-Kampagne: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ Die Landesregierungen werden aufgefordert, diese Prüfungen einzuleiten.
Mitwirkende in Stuttgart u. a.: Patrick Bopp (Musiker, Chorleiter), Bastian Sistig Krone (Moderation), Stephan Moos (Schauspieler), Florian Hacke (Comedian), Laura Braun Liedermacherin), Mitglieder von Chören, Bands …
Dienstag, 3. März 2026, Württembergischer Kunstverein, 19 Uhr:
Klaus Gietinger liest aus seinem neuen Roman:
TOTE AUF URLAUB
Berlin 1919
Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit der deutschen Novemberrevolution befasst wie der Filmemacher und Schriftsteller Klaus Gietinger. Ergebnis sind ein halbes Dutzend Bücher, die immer neue Aspekte dieses Jahrhundertereignisses erschließen. In seinem Archiv liegen noch viele Schätze. Ein Teil dieser Dokumente gehen nun in einen Roman ein, dessen Handlungsstränge belegbar sind. Der Autor hat es verstanden, die Geschichte lebendig werden zu lassen. Der Roman taucht ein ins unruhige Berlin von 1919, kurz nach der Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs brachte. Der konservative Kriminalkommissar Richard Brinkmann und die mit revolutionären Ideen sympathisierende Kriminalassistentin Cläre Reichelt ermitteln in einem der spektakulärsten politischen Verbrechen der deutschen Geschichte, dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.
Bernhard Weiß, liberaler Vizekriminaldirektor, von Antisemiten als „Isidor“ verhöhnt, deckt die Recherchen der beiden – obgleich nur die Militärjustiz – im Auftrag der SPD-Regierung – den Fall behandeln soll. Schnell zeigt sich: Es wird vertuscht. Brinkmann und Reichelt entdecken eine heiße Spur ganz nach oben. Und geraten in den Strudel der aufkommenden Gegenrevolution.
Eintritt frei.
In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung BW