Willkommen!
Liebe Neugierige, liebe Interessierte, nach meinem Krankenreport in der vorherigen Depesche geht es jetzt halbwegs rüstig weiter. Der alteweißeschwache Mann möchte heute nichts anderes tun, als auf die bevorstehenden Veranstaltungen hinzuweisen. Vielleicht auch auf die erfreuliche Tatsache, dass der Flaneursalon, das Netzwerk der Lieder- und Geschichtenshow, bei vielen politischen Aktionen von großem Vorteil war und ist. Ohne Flaneursalon gäbe es im Übrigen auch keine Nacht der Lieder. Der Vorverkauf für die 25. Benefiz-Show unter neuen Voraussetzungen am 2. und 3. Dezember im Theaterhaus läuft schon jetzt wieder auf vollen Touren: Infos und Tickets für die Jubiläumsgala
FLANEURSALON LIVE
Am Mittwoch, 4. Februar sind wir in der Rosenau: Der Bühnen -und Filmschauspieler Gottfried Breitfuß singt und spielt Georg Kreisler, begleitet wird er von Peter Weilacher am Klavier. Die Sängerin Cemre Yilmaz und die Gitarristin Natalie Rose präsentieren uns schöne Songs. Und ich trage ein paar Geschichten vor. Es gibt noch ein paar freie Plätze: Infos & Tickets
Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie:
Dienstag, 3. Februar 2026, 20 Uhr:
Renitenztheater Stuttgart
Reihe „Gesprächsstoff“:
„Demokratie am Limit – Persönliches Engagement am Rande der Erschöpfung“
Ein Abend des Renitenztheaters in Kooperation mit dem Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie.
Mit der Philosophin Amrei Bahr von der Stuttgarter Uni und dem Kabarettisten Philipp Weber aus Tübingen (aktuelles Programm „Power to the Popel – Demokratie für Quereinsteiger“) – Moderation: Roland Mahr, Renitenztheater
Auszug aus der Renitenztheater-Ankündigung: Unsere Demokratie ist akut bedroht. Nur: Wie können wir uns dafür einsetzen, dass sie nicht nur geschützt wird, sondern auch floriert, wenn wir doch ohnehin ständig am Limit unserer Kräfte sind? Wer kann Demokratie und Gesellschaft politisch oder aktivistisch mitgestalten — und wer bleibt dabei auf der Strecke, weil Beruf, Sorgearbeit, Krankheit oder anderes die volle Aufmerksamkeit und die gesamte zur Verfügung stehende Zeit kosten? Wie können wir als Gesellschaft wehrhaft werden und bleiben, allen anderen Anforderungen zum Trotz? Eintritt frei.
ACHTUNG, AUSVERKAUFT
Mittwoch, 11. Februar 2026, 20 Uhr:
Kulturzentrum Merlin Stuttgart
Buchvorstellung, Lesung, Gespräch
Gilda Sahebi: „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“
Samstag, 14. Februar 2026, 12 Uhr, Schlossplatz:
1. Stuttgarter PRÜF-Demo
Wir als Netzwerk unterstützen die Aktion organisatorisch, treten aber nicht als Veranstalter auf, da diese Form von Kundgebungen an keinerlei Initiativen oder Parteien angelehnt sein soll. Auch sind Fahnen von Parteien und politischen Organisationen unerwünscht.
Die PRÜF-Demos wurden von dem Hamburger Satiriker Nico Semsrott, der einige Jahre im EU-Parlament saß, ins Leben gerufen, sie sollen an jedem zweiten Samstag in Landeshauptstädten der Republik stattfinden. Anders als übliche Kundgebungen steht bei diesen Veranstaltungen eine spielerische, interaktive Form im Vordergrund, bei der neues Publikum gewonnen werden soll. Wir sind mit Nico Semsrotts Team im Kontakt und haben uns bereits die Münchner PRÜF-Demo am 13. Dezember auf dem Geschwister-Scholl-Platz angeschaut. In Stuttgart bildet sich mithilfe des Kulturbetriebs ein Veranstalter-Team bilden.
Kurz zu Sinn und Zweck der PRÜF-Demos: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ Die Landesregierungen werden bundesweit aufgefordert, diese Prüfungen mit den ihnen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln einzuleiten. Im Internet gibt es dazu schon reichlich Material – siehe LINK
In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung BW
Dienstag, 3. März 2026, Württ. Kunstverein, 19 Uhr:
Klaus Gietinger liest aus seinem neuen Roman:
TOTE AUF URLAUB
Berlin 1919
Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit der deutschen Novemberrevolution befasst wie der Filmemacher, Drehbuchautor und Schriftsteller Klaus Gietinger. Ergebnis sind ein halbes Dutzend Bücher, die immer neue Aspekte dieses Jahrhundertereignisses erschließen konnten. Doch in seinem Archiv liegen noch viele Schätze. Ein Teil dieser Dokumente gehen nun in einen Roman ein, dessen Handlungsstränge über Prozent belegbar sind. Erdacht sind nur die beiden Hauptpersonen. Der Autor hat es verstanden, die Geschichte lebendig werden zu lassen.
Der Roman taucht ein ins unruhige Berlin des Jahres 1919, kurz nach der Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs brachte. Der konservative Kriminalkommissar Richard Brinkmann und die mit revolutionären Ideen sympathisierende Kriminalassistentin Cläre Reichelt ermitteln in einem der spektakulärsten Doppelmorde der deutschen Geschichte, dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.
Bernhard Weiß, liberaler Vizekriminaldirektor, der von Antisemiten als „Isidor“ verhöhnt wird, deckt die Recherchen der beiden. Dies obwohl nur die Militärjustiz, im Auftrag der SPD-Regierung, den Fall behandeln soll. Schnell zeigt sich, dabei wird vertuscht. Brinkmann und Reichelt entdecken schließlich eine heiße Spur ganz nach oben. Und geraten in den Strudel der aufkommenden Gegenrevolution.