Willkommen!
Liebe Besucher:innen, jetzt hoffe ich mal, ihr hattet einen guten Start in die neue Saison. Im Moment, so scheint mir, ist überall Grönland. Du bist nirgendwo mehr sicher. Die Gangsterisierung der Welt schreitet voran.
Unsereiner ist immer noch krank, heute werde ich zum ersten Mal seit acht Tagen das Haus verlassen (und zum Arzt gehen). Hier die wichtigsten Hinweise auf bevorstehende Veranstaltungen:
Flaneursalon am Mittwoch, 4. Februar, mit Gottfried Breitfuß & Peter Weilacher und Cemre Yilmaz & Friends in der Rosenau: Es sind noch einige Plätze frei: Infos & Tickets.
Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie:
In Planung ist die erste Stuttgarter Beteiligung an der bundesweiten Kampagne unter dem Titel PRÜF-Demos.
Termin: Samstag, 14. Februar, 12 Uhr, Schlossplatz.
Wir als Netzwerk unterstützen die Aktion organisatorisch, treten aber nicht als Veranstalter auf, da diese Form von Kundgebungen an keinerlei Initiativen oder Parteien angelehnt sein soll. Auch sind Fahnen von Parteien und politischen Organisationen unerwünscht.
Die PRÜF-Demos wurden von dem Hamburger Satiriker Nico Semsrott, der einige Jahre im EU-Parlament saß, ins Leben gerufen, sie sollen an jedem zweiten Samstag in Landeshauptstädten der Republik stattfinden. Anders als übliche Kundgebungen steht bei diesen Veranstaltungen eine spielerische, interaktive Form im Vordergrund, bei der neues Publikum gewonnen werden soll. Wir sind mit Nico Semsrotts Team im Kontakt und haben uns bereits die Münchner PRÜF-Demo am 13. Dezember auf dem Geschwister-Scholl-Platz angeschaut. In Stuttgart wird sich mithilfe des Kulturbetriebs ein Veranstalter-Team bilden.
Kurz zu Sinn und Zweck der PRÜF-Demos: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ Die Landesregierungen werden bundesweit aufgefordert, diese Prüfungen mit den ihnen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln einzuleiten. Im Internet gibt es dazu schon reichlich Material – siehe LINK
Weitere Veranstaltungen:
Dienstag, 3. Februar, 20 Uhr
Renitenztheater Stuttgart
Reihe „Gesprächsstoff“:
„Demokratie am Limit – Persönliches Engagement am Rande der Erschöpfung“
Ein Abend des Renitenztheaters in Kooperation mit dem Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie.
Mit der Philosophin Amrei Bahr von der Stuttgarter Uni und dem Kabarettisten Philipp Weber aus Tübingen (aktuelles Programm „Power to the Popel – Demokratie für Quereinsteiger“) – Moderation: Roland Mahr, Renitenztheater
Auszug aus der Renitenztheater-Ankündigung: Unsere Demokratie ist akut bedroht. Nur: Wie können wir uns dafür einsetzen, dass sie nicht nur geschützt wird, sondern auch floriert, wenn wir doch ohnehin ständig am Limit unserer Kräfte sind? Wer kann Demokratie und Gesellschaft politisch oder aktivistisch mitgestalten — und wer bleibt dabei auf der Strecke, weil Beruf, Sorgearbeit, Krankheit oder anderes die volle Aufmerksamkeit und die gesamte zur Verfügung stehende Zeit kosten? Wie können wir als Gesellschaft wehrhaft werden und bleiben, allen anderen Anforderungen zum Trotz? Eintritt frei
Mittwoch, 11. Februar 2026, 20 Uhr
Kulturzentrum Merlin Stuttgart
Buchvorstellung, Lesung, Gespräch
Gilda Sahebi: „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“
Eine Veranstaltung von Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie in Kooperation mit dem Kulturzentrum Merlin.
Die deutsch-iranische Schriftstellerin und Journalistin Gilda Sahebi stellt im Merlin ihr aktuelles, im S. Fischer Verlag erschienenes Buch vor: „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“. Die „Spiegel“-Bestsellerautorin ist eine publizistische Größe und wichtige Stimme in der Bundesrepublik, auf Instagram hat sie 120.000 Follower. Sie schreibt für große Magazine und ist auch regelmäßig Gesprächspartnerin im Fernsehen.
In ihrem neuen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung hierzulande räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Was kann man tun, um der Propaganda keinen Raum im eigenen Leben zu geben?
Ausnahmsweise müssen wir diesmal Eintritt verlangen, die Veranstaltung läuft im Rahmen von Gilda Sahebis Lese-Tour – auf Wunsch haben wir den Abend organisiert, das Merlin tritt dankenswerterweise als Veranstalter auf.
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