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# 523 | 07.11.2010 15:14:07 | J. Wegmann schrieb:
Lieber Joe Bauer,
Bitte sehen Sie's mir nach, aber ich bin im wahrsten Sinne "hellisch" darauf gespannt, welche Farbe Ihre Boots heute Abend haben werden? Schwarz oder kroko, schief oder schräg ... bis gleich.
JW

# 522 | 06.11.2010 11:50:10 | Christoph schrieb:
@613. Depesche
Kann mich gut an die Stuttgart-Zeit von Joseph Kosuth erinnern. Hat die Galerie Kubinski in der Olgastraße gestaltet, manchmal war er in der Weinstube Fröhlich...
Joe:...ich leider auch...

# 521 | 04.11.2010 16:08:05 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
TRAUMAAKTIVIERUNG! Lieber Herr Bauer, in meiner Kindheit im fränkischen Hof (Achtung: Ich weise vorsorglich darauf hin, dass ich täglich Bericht an den FDB – den Frankendiskrimierungsbeauftragten der EU – erstatte!), wurde ich in der damals so genannten Schalterhalle der Sparkasse gezwungen, einen von den Schultern einer alten Frau herabbaumelnden Fuchskopf zu berühren. Warum sich die alte Frau in der Sparkasse einen Fuchskopf (mit anhängendem Pelz) von der Schulter hat baumeln lassen, weiß ich nicht. War der Fuchskopf der Schlangenstiefel mit schiefen Absätzen der alten Frau? Nach Lektüre Ihrer Depesche vermute ich immerhin, dass schon damals Verbindungen ins Kürschnergewerbe des Frankfurter Rotlichtmilieus bestanden. Von diesem Trauma habe ich mich nie mehr erholt. Aus mir konnte nichts werden. Das ist auch gut so, denn wo nichts anfängt, kann man nicht fragen: Wie soll das alles enden? – Der Ihre -
Joe:Schräge Absätze, nicht schiefe! Gottverdammte Schlamperei. Warum die Franken ihren Fuchskopf am Pelz hängen lassen, weiß ich nicht. Die Italiener berühren Pferdeärsche - das bringt Glück. Culo!

# 520 | 03.11.2010 14:32:48 | Christine schrieb:
Grüß Gott Herr Bauer,
leider konnte letzten Samstag keiner in meiner Familie die Demonstration unterstützen. Danke für die Veröffentlichung der Rede. Die Rede war sehr gut. Sie war Erste Sahne.
Hat eigentlich jemand recherchiert, wie hoch der Bedarf an erweitertem Zugverkehr ist ? Die starken Jahrgänge dünnen sich aus, die Geburtenrate ist rückläufig und manche mögen zwar Bahnreisen, aber keine Tunnelfahrten.
Einen herzlichen "Blauen" Gruss

# 519 | 03.11.2010 14:24:35 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
MUT! Lieber Herr Bauer, sehen Sie's mal so: Bei Ihnen verdoppelt sich immerhin was, wohingegen ich bei mir den Verdacht habe, dass sich jeden neuen Tag alles halbiert. Irgendwie. Das ist auch nicht lustig. Da hilft nur die geordnete Attacke... Gute Besserung. - Der Ihre -
Joe:Sehr gut die Lage erkannt. Danke. Wir werden immer weniger... pro Mann!

# 518 | 02.11.2010 11:53:28 | D. Walz schrieb:
„Schwarz trägt man bei Beerdigungen!“ Eben!
Wenn's um S21 und diese Regierung geht ist Schwarz genau richtig, da wir momentan ja dabei sind beides zu beerdigen. Insofern darf der Man in black kommen. Es soll schließlich eine schöne Leich' sein.

# 517 | 01.11.2010 23:28:01 | Lutz Schelhorn schrieb:
Boots by Boots berät mich auch seit 30 Jahren. Schwarz mit Ornamenten und schrägem Absatz trägt man bei Beerdigungen! Schlange dagegen bei Duellen und auf der großen Bühne.

# 516 | 01.11.2010 21:00:40 | Lutz Schelhorn schrieb:
Großartige Rede, Herr Bauer. Das beißt! Nur die Stiefel waren - mit Verlaub gesagt - Scheiße. Schlange wäre passender gewesen. Der Wolkenschieber wurde bei der Generalprobe höllisch umgesetzt. Hatte noch nie, 150 Meter über der Strasse, den Kopf so frei!
Joe:Unverschämtheit! Das waren schlichte, elegante schwarze Stiefel mit dezenten Ornamenten und schrägen Absätzen aus dem Hause Boots by Boots.

# 515 | 01.11.2010 13:39:30 | Bernhard schrieb:
En passant im Wald gehört
Zwei etwa mittelalte Damen, ausstaffiert mit esoterisch bunten Tüchern, spazieren gestikulierend auf dem Blauen Weg an mir vorbei. „Also! Bei mir hat es zum Glück bereits angefangen, als ich damals in Australien war...“, sagt die eine zur anderen. Und schon sind sie wieder außer Hörweite. Im Gedanken phantasiere ich darüber, was das Leben dieser Dame in Australien so glücklich gemacht hat. Didgeridoos? Koalabären? Aborigines? Die Weisheiten der Aborigines? Höchst interessant. Keine hundert Meter weiter kommt schon die nächste Lebensgeschichte im Halbsatz vorbeispaziert. Zwei Teenager, weiblich, eine mit verheulten Augen. „So geht das nicht. Du musst dich entscheiden. Entweder sie oder ich......“ Schon vorbei. Vielleicht sprachen die zwei über ihre WG-Katze. Allergien und so...
Doch da ist Spielraum für viel spannendere Dramen. Minuten später, ich gehe gerade alle möglichen Dreier-Konstellationen mit und ohne Haustier durch, wird es dann mysteriös. „Blöder Wald!“ – ein dreijähriger Knirps ist sauer. „Das machen die doch nicht mit Absicht.“, beruhigt ihn der Vater. Stille. Hmm? Regt der Zwerg sich über die Berge von buntem Laub auf? Sieht ja schön aus, kann aber mit so kurzen Beinen auch hinderlich sein. Vielleicht ist ihm ja auch eine Eichel, ein Blatt oder etwas Ähnliches auf den Kopf gefallen. Da kann man den Bäumen wirklich keine Absicht unterstellen. Hätte am liebsten nachgefragt, aber das schickt sich nicht. Ein Stück weiter wird’s bei einem eng umschlungenen Pärchen pedantisch. Sie: „Da müssen die jetzt endlich mal einen Schlusspunkt ziehen...“ Er: „Setzen!“ Sie: „Häääh?“ Er: „Schlusspunkte werden gesetzt, Schlusstriche zieht man! Das gilt auch in der Politik.“ Sie: „Na toll. Hörst du mir überhaupt zu?“
Der lauter werdende Dialog deutet auf das tragische Ende eines romantischen Herbstspaziergangs hin. Ich beschleunige den Schritt. Da möchte man ungern Zeuge sein. Gleich darauf lege ich aber wieder den Schleichgang ein und spitze die Ohren. So ein Glück. Die Australien-Dame in roten Tüchern nähert sich mit ihrer Freundin ein zweites Mal von vorn. Die scheinen irgendwie im Kreis zu laufen. Oder ich. Mal hören, was in Australien wirklich vorgefallen ist. Australien-Dame: „Kürbisse? Da kann ich dir die „Flotte Lotte“ empfehlen. Nehm ich für fast alles.“ „Ich auch!“, sagt die andere. ‚Ich nicht’, denke ich, frage mich noch, ob es auch in Australien Kürbisse gibt und beschließe dann, dass mich das ja glücklicherweise alles gar nichts angeht.
Joe:Ein Mann im Wald, erregt von der Flotten Lotte, mit seinen Gedanken beim Kürbis, das gefällt mir nicht. Da ist was faul.

# 514 | 31.10.2010 12:55:14 | Karl Nollert schrieb:
Verehrter Joe Bauer,
meinen Glückwunsch zu Ihrer Rede, habe sie original genossen. Besonders der Hinweis auf das Deutsch, das Politiker und Werbefritzen gebrauchen kam bei mir gut an.
Was sollen wir von diesen Leuten erwarten, wenn sie sich nicht einmal in ihrer Muttersprache verständlich ausdrücken können?
Da ist wohl nur das Zitat Dieter Hildebrandts angebracht:
"Politik ist der Zwischenraum, den die Wirtschaft ihr lässt".
Ich füge hinzu: und der Banken.
Machen Sie bitte weiter so.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Nollert

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