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# 2870 | 25.09.2017 12:54:15 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2868

Verehrte Frau Cornelia,

danke für die Grüße aus Sillenbuch. Der Sonntag ist dann für uns alle - vorhersehbar - nicht so schön zu Ende gegangen, aber das ist eine andere Geschichte. Den Damen, die auf ihren Rat hin zum Zwecke der Anbahnung eines Techtelmechtels auf die Waldau gehen, sei noch ein stets funktionierender Tipp mit auf den Weg gegeben. Sie sollten sich hilfesuchend an einen einzelnen Herren wenden und ihn bitten, ihr doch die Abseitsregel zu erklären. Das kommt immer gut. Aber immer nur bei einem einzlnen Herren, denn wenn noch ein paar andere die Frage mitkriegen, dann fangen die auch noch an zu erklären und das gibt den größten Krach.

Frau Cornelia, noch kurz was zu Herrn Pfeifer, lassen Sie sich von ihm nicht ins Bockshorn jagen. Er neigt, wenn es um die Waldau geht, derzeit zu den ganz düsteren Farben. Der meint das nicht so, der will nur wachrütteln und ein Zeichen setzen, gegen Resignation und so. @ 2869

Lieber Uwe,

menschenskinder, das kannst du doch mit so einer Ladung Kickers-Blues kommen, den wird die Frau Cornelia doch noch früh genug kennenlernen. Hoffentlich hast du sie jetzt nicht verschreckt. Obwohl, ich glaub eher nicht.

Apropos Blues:
Zwischen Wahlergebnis und BVB habe ich heute morgen gelesen:
Charles Bradley ist gestorben.
"Why is it so hard to make it in America?"
http://bit.ly/JO8XrQ
Und damit wären wir schon fast wieder bei der Waldau.

# 2869 | 25.09.2017 08:55:46 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2868

Sehr verehrte Frau Cornelia,

musste es denn auch gleich beim ersten Mal der zwielichtig beleumdete Block E7 sein? Und hat man Ihnen nicht eigens eingeschärft, dass Sie sich nicht ansprechen lassen sollten? Der Kickersplatz ist ein Ort der Buße, der Askese, der stillen inneren Einkehr (bei der man in der Regel mit Erschrecken feststellt, wie wenig man vorfindet). Exerzitien, Geißelungen, das volle mittelalterliche Programm.
Außerdem gibt es auf dem Kickersplatz keine Ballwechsel, die nicht erwähnenswert wären. Sondern ausschließlich katastrophale. Weswegen stumm leidet alle Kreatur. Außer im E7. Versteht sich.

# 2868 | 24.09.2017 07:44:58 | Cornelia schrieb:
# 2865

Sehr geehrter Herr Harthan,

das ist ja schön, auch von Ihnen zu lesen!
Überhaupt muss ich Ihnen und Herrn Pfeifer
gegenüber mal meiner Bewunderung
Ausdruck verleihen,
über wie lange Zeit Sie dem Lesersalon
hier treu sind.
Der Chef und die Leser wissen es zu schätzen,
da bin ich mir sicher!

Tja, die Waldau,
die hat es mir seit diesem denkwürdigen Nachmittag
tatsächlich angetan.
Also – wenn Sie mal da sind zum Kickersspiel
geben Sie gerne Bescheid!

Habe einen genialen Ausguck
auf Haupttribüne E 7, Platz 2 gefunden,
den ich wieder anstrebe.

Dort war zunächst viel Platz.
Dann hat sich ein 25 Jahre jüngerer Herr,
(wie ich später erfahren habe),
der ursprünglich wesentlich weiter weg saß,
nach der Pause direkt unter mir platziert.

Wir haben uns sehr nett unterhalten.

Im Laufe nicht erwähnenswerter Ballwechsel
habe ich ungefragt Vermögen und Einkommen erfahren,
musste mein Alter preisgeben
und wähnte mich aus dem Rennen.

Trotzdem habe ich versprochen,
das nächste Mal Du zu machen und ein Bier mitzutrinken ….

Mittlerweile kam ein weiterer Mann direkt auf mich zu.
Da befürchtete ich schon, dass ich auf seinem Platz sitze.
Er verneinte und setzte sich,
als ob es anderweitig nicht reichlich Platz gegeben hätte,
auf Platz 1. Also war ich bestens beschirmt und
rührend harmlos unterhalten.

Und ich kann nur raten,
falls hier weibliche Leser anwesend sein sollten,
die gerade auf Bräutigamschau sind:

Gehen Sie nicht ins Schicki-Micki-Bussi-Bussi-Wellnesshotel
sondern ins Fußballstadion!

Und zwar allein! Nicht mit der Freundin im Schlepptau!
So viel Mut muss sein! Denn dann haben auch die Männer Mut!

Mit diesem Schwank möchte ich Sie ins Ruhrgebiet grüßen
und mit den besten Wünschen für einen angenehmen Sonntag ausstatten.

Übrigens hatte auch das Ruhrgebiet dieses Jahr
bei meinem Mann und mir Premiere.
Wir besuchten eine Freundin,
die der Beruf der Schauspielerin frühzeitig
von Sillenbuch und Heumaden ins Ruhrgebiet geführt hat.

Wir waren überrascht, wie interessant es dort ist!
Die Natur war saftig grün und die Ruhr ein frischer,
kräftiger Fluss.

# 2867 | 23.09.2017 12:20:52 | Michael Schmid schrieb:
Angesichts Abrissorgien an der Beethovenstaße und im Hallschlag eine Reminiszenz an verantwortliches Bauen an einem anderen Ort. Die Ausstellung Soziale Stadt im Bild "Das neue Frankfurt" in Fotografien von Matthias Matzak in der Architekturgalerie am Weissenhof. Die Ausstellung läuft noch bis zum 15.10. www.weissenhofgalerie.de
Joe:Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis.

# 2866 | 22.09.2017 15:15:50 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2865

Welcome back, lieber Wilfried,

welch brillante, lange vermisste Klarsicht: Die Dinge vom Kopf auf die Füße gestellt, wie sich das gehört!
In der Tat schließlich und am Ende: Wir gehen nicht auf die Waldau fürs Leben (was immer dieses fern der Waldau sei).
Wir leben, um in jenem sonderbaren Leben den Trost, dessen reichlich wir bedürfen, zu schöpfen für die Waldau. Einwandfrei!

Du siehst mich schwerstens begeistert: Das ist – endlich – in Begrifflichkeit gefasst, was dumpf wabernd schon lange in uns letzten Getreuen rumort! Man muss sich den homo waldauensis als einen glücklichen vorstellen. rein philosophisch gesehen. Versteht sich.

# 2865 | 22.09.2017 12:36:38 | Wilfried Harthan schrieb:
Verehrte Frau Cornelia,

nach einer kürzeren Salonpause stelle ich erfreut fest: die Kickers haben eine neue Besucherin gewonnen, und die kommt auch noch aus Sillenbuch. Ich erlaube mir den Rat: bleiben Sie dem Ball und der Waldau treu, das hat noch niemandem geschadet, noch nicht einmal mir. Zu meiner Zeit, als ich nämlich von Heumaden aus zu den Kickers gegangen bin, da ging es nicht auf die Waldau, weil die Kickers im Neckarstadion spielen mussten. 1000 Zuschauer im Neckarstadion, deprimierend, und dann noch verloren und am Montag in die Schule, wo alle anderen VfB-Fans waren. Das war nicht immer leicht und hat sich zu der Erkenntnis verdichtet, dass man sich vom Spiel keinen Trost für das Leben erwarten darf, sondern dass man sich das Leben so einrichten sollte, dass es einen für das Spiel tröstet. Und wenn man das lange genug durchhält, dann geht es irgendwann auch mal wieder andersrum. Wie komm ich da jetzt drauf? Ach ja: Sillenbuch, Heumaden, Waldau. Und bevor ich jetzt endgültig ins Schwafeln komme, grüße ich Sie herzlich aus dem Ruhrgbiet. Vielleicht trifft man/frau sich ja mal auf der Waldau.

# 2864 | 20.09.2017 16:01:17 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2863

Auf jeden Fall! In einer Bar im Fernsehen! Die übertragen dort nämlich Calcio Leinfelden-Echterdingen, Verbandsliga Württemberg, regelmäßig live! Habe ich selber schon gesehen...

# 2863 | 20.09.2017 10:58:44 | rebstock schrieb:
Eines Tages, eines Tages, eines Tages wirds geschehn,
und dann fahren wir nach Mailand, umd die Kickers dort zu sehn!
Joe:Wo, im Schuhgeschäft?

# 2862 | 16.09.2017 23:44:46 | Cornelia schrieb:
Schock. Schwere. Not.
SCHOTT erstes Tor!

Schwere. Not. Schock.
SCHOTT letztes Tor!

Das Spiel war selbsterklärend.
Und für mich sehr schön
diese neue Erfahrung eines Livespiels.

Das Plastische im Gegensatz zum Bildschirm.
Das Stadion luxuriös und sauber
bis auf die Vogelhinterlassenschaften
auf den Sitzlehnen.

Mein Platz war mir zu halsbrecherisch
und der Block E 5 Haupttribüne zu voll.

Aber sonst – sogar die Fränkische Bratwurst
war von erster Güte!

# 2861 | 14.09.2017 21:55:29 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Schott. Schott also. Selbstverständlich meide ich hierorts alle Wortspiele, Reimereien und Schmalspurkalauer, die sich mir unheilvoll peinigend aufdrängen; Sie wissen ja

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich bin etwas schlichteren Gemüts, den einfachen sprachlichen Genüssen zugetan und über den kleinen Billigwitz nie recht hinausgewachsen, ich weiß gar nicht, woran das liegt und wann da was schiefgegangen ist. Freilich ist der größte kleine Billigwitz, dass wir überhaupt gegen Schott spielen müssen, und dafür kann ich nun wirklich nichts. Obwohl, wer weiß, irgendwas hat man ja immer verbrochen. Wenn man nur wüsste, was. Der TSV Schott Mainz, so ergibt eine Blitzrecherche auf Wikipedia, sei im „Spitzensport“ (sic!) vor allem im Schach erfolgreich. Nun ja. Vielleicht, so sinniere ich, geht planerisch was schief – derlei passiert immer wieder, wer wüsste das besser als wir – und der Verein schickt am Samstag seine Tanztruppe auf die Waldau. Dann bestünde noch Hoffnung. Obwohl wiederum, sicher ist das auch nicht, sage keiner was gegen Tanztruppen und Schachspieler. Tristesse, Tristesse, Tristesse. Visionär beschrieben hat das bereits Thomas Mann in seiner großen Fußballnovelle „Unordnung und frühes Leid“: 2. Minute, Ecke Schott, alles klar.
Ende der 60er Jahre muss es gewesen sein, als meine Mutter, um meine kindliche Zündelleidenschaft wohl wissend, an Silvester so eine Art Zimmerfeuerwerk veranstaltet hat. Harmlos, aber spektakulär. In einer feuerfesten Glasschale von Schott. Das habe ich mir gemerkt, weiß einer warum. Danach ist mir Schott nie mehr bewusst begegnet. Bis jetzt. Vielleicht war das damals der Moment, der alles entschieden hat. Unsere Untaten holen uns ein. Hör mir einer auf.

Stuttgarter Kickers vs. TSV Schott Mainz
16. 09., 14 Uhr, Kickersplatz auf der Waldau
Joe:Schach, genau. Ich bin das Bauernopfer - und zum
Glück nicht in der Stadt.

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