Foto: © Drauz
Flaneursalon-Piraten


Foto: © Eberhard Rapp


Foto: © Drauz
Flaneursalon im Fluss

 
Lesersalon

Lesersalon

Beiträge schreiben

1 | 2 | 3 | 4 | 5 ... Ende


# 2908 | 09.01.2018 19:30:39 | Michael schrieb:
beim nächsten Dauerlauf am Nesenbach empfehle ich eine Schleife durch die Schwälblesklinge zu laufen...........Natur in der Großstadt, sehr schön zum Joggen oder spazierengehen

https://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4lb lesklinge
Joe:Danke. Kleiner Tipp: mit bit.ly gekürzte Links funktionieren:
http://bit.ly/2DbuE2x

# 2907 | 05.01.2018 18:05:36 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2906

Spannende (mir, was freilich nichts heißen will, völlig unbekannte) Geschichte). Und illustre Namen (wobei mir „Erholungsheim für Revolutionäre“ zu gut gefällt!).
Stuttgart und Region waren damals wohl ein recht fruchtbarer Boden für Wandervogel, Lebensreformbewegung, Revolution. Stellvertretend nur Friedrich Wolf, Arzt in Stuttgart und Hechingen und einer der bekanntesten Dramatiker der Weimarer Republik (sowie des Exils und später der DDR). Ein bewegtes Leben. Ich habe gerade noch mal kurz bei Wikipedia nachgeblättert, unbekannt war mir bis dato der von ihm in Stuttgart 1932 gegründete „Spieltrupp Südwest“. Dem muss man mal nachgehen. Zum „Roten Winkel“ vielleicht ergänzend:

https://tinyurl.com/yav6v9qm

# 2906 | 05.01.2018 12:36:55 | rebstock schrieb:
Zu: Revolution, 29.12.
Weil sich auch Revolutionäre erholen müssen, gründete der Dettinger Kupferschmied Karl Raichle 1920 im Seeburger Tal hinter Urach die "Kolonie Grüner Weg", im Volksmund auch "Das Rote Haus" genannt. Raichle, 1918 am Kieler Matrosenaufstand beteiligt ( und vielleicht auch in München?), baute zusammen mit Gregor Gog und Theodor Plievier das "Erholungsheim" für Revolutionäre, das übrigens bis heute unverändert an der Erms steht. Die Gäste der Raichles waren u.a. Alexander Abusch, Max Ackermann, Max Barth, Dr. Karl und Mia Bittel,
Dr. Alfred Daniel, Hans Heinrich Ehrler, Erich Engel, Hans Gassebner, Anni Geiger-Gog, Gusto Gräser, Luidwig Christian Haeusser, Kurt Kläber, Rudolf Leonhard, Hans Lorbeer, Erich Mühsam, Otto Müller-Glösa, Karl Rapp, Dr. Erich Schairer, Ernst Schneller, Dr. med Carl Strünckmann, Erich Weinert und Dr. med Friedrich Wolf. 1930 ging das anarchistische Idyll zu Ende, mit Raichles Worten:
Die Revolution gescheitert:
keine gehängten Blaublütler, keine erschossenen Generäle, kein enteignetes Kapital,nur zukreuze kriechender waffensegnender Klerus. Vorbei! Deutsch,dumm,dämlich!
Dafür: Mord an Luxemburg und Liebknecht, Ebert und der Bluthund Noske
triumphieren, die Faschisten schon am Horizont.
Joe:... und Studenten-Truppen aus Tübingen und Stuttgart fuhren nach München, um die Revolutionäre der Räterepublik niederzumetzeln.

# 2905 | 04.01.2018 22:47:34 | Stuttgarter Demobürger schrieb:
Donnerstag, 04. Januar 2018, 1899. Depesche

Es leben die Toten, vor allem ewig.

Die Oasen dieser Stadt
wohl dem, der eine davon hat.
Das scharren der Amsel vertreibt den Tag
wohl dem, der noch einen vor sich hat.

Heslach die letzte Station vor der Endstation.

# 2904 | 31.12.2017 11:12:32 | Christoph Hofrichter schrieb:
ZU: NICHTS NEUES
Kino Obertürkheim

Hab hier ab 1958 an Samstagen nachmittags für 60 Pfennig alle "Fuzzy Jones" Filme gesehen. Damals hieß das Kino noch "Arkada" - war von "Karle" Helmreich mutig eröffnet worden. Heute leitet es sein Sohn Ralph mit großem künstlerischem Engagement. 2002 lief hier als erstes in Stuttgart der koreanische Film "JSA", wo ich mitgespielt hatte. Ralph und ich feierten das damals... Degenhardt:

 "...nur Samstag Nachmittags da warst du frei, erst um 8h begann der Film, doch vor dem Kino standst du schon um 3h - und du wartetest auf Marlon Brando und die andern Jungens aus Brooklyn - und du rauchtest so wie Richard Widmark, standst wie Frankie wiegend in den Knien..."

# 2903 | 28.12.2017 19:06:02 | Ingrid von Staden schrieb:
Mal kurz nachsalzen: Preiswürdig ist vielleicht dein erster Satz diesmal nicht unbedingt, aber der letzte Absatz zweifellos. Und ansonsten: Wer so schreibt und einen inspiriert, der hat nichts verplempert. In der Kinothek war ich noch nie, obwohl ich mal im JH Obertürkheim gearbeitet habe. Aber damals tobte im Haus so sehr der Bär, als dass ich dort noch ins Kino gehen wollte. Jetzt hab ich richtig Lust darauf. Danke auch.
Joe:Bitte, oder wie wir Weltmänner sagen: Gärne. Viel Spaß im Kino wünsche ich. (An dem Text auf der Depeschenseite wird noch einiges geändert ...)

# 2902 | 18.12.2017 18:02:20 | Ingrid von Staden schrieb:
"My grandmother said that, "When it rains while the sun is out, the devil is beating his wife", erzählt einer der Kommentatoren über das Lied des Tages. M e i n e Oma mütterlicherseits hat immer "Otschn Tschornije" gesungen... Aber "grandmothers" Kommentar hilft, den song eher von der meteorologischen Seite her zu betrachten, sonst werde ich beim Zuhören noch mehr schwermütiger als ich schon bin, wenn ich die politischen Miseren ringsum betrachte. Nichtsdestotrotz vielen Dank für diese Seite, die ich irgendwie ziemlich spät entdeckt habe, aber schon immer Fan deiner Kolumnen in den STN war und ich mich deshalb, seit Stuttgart 21, beim Kauf einer Stuttgarter Zeitung immer zwischen Pest und Cholera entscheiden musste. Habe mich dann aber wegen dieser Kolumnen meistens für Cholera (trotz Molitor) entschieden. Und das bleibt auch so. Vorerst. Ein gutes neues Jahr und nur das Allerbeste, cowboy!
Joe:Danke, danke! Auf die Zeiten der Cholera ...

# 2901 | 18.12.2017 17:00:18 | Huno schrieb:
#1891
Lieber Joe Bauer,

sorry, folgende Passage kann ich nicht ganz nachvollziehen:

"weil es nichts bringt außer ein paar hundert Lesern".
Ja sind denn paar hundert Leser nichts oder aber welcher Anzahl wird es interessant?

Schöne und erholsame Feiertage sowie alles Gute für 2018.
Natürlich auch ein dickes Dankeschön für die vielen aufbauenden, hochinteressanten, informativen und kritischen Depeschen. Diese sollten auch 2018 nicht fehlen.
Joe:Besten Dank, Huno. Der Satz bezieht sich auf den Besuch der Flaneursalon-Veranstaltungen. Und die fast immer selben Klickzahlen sagen ja nichts aus über den Umgang mit Texten, die ohne Depeschenseite eben nur in der Zeitung stünden.

# 2900 | 14.12.2017 15:33:03 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Depesche FINALE / 13. Dezember

"...ein sehr schönes Jahresfinale im Rhythmus des Lebens. Bum!"

Hierzu zeitlose Lyrik:

"Eins
Zwei
Drei
Vier - bum bum bah - bum bah
Bum bum bah - bum bah...

Der Tag beginnt
Die Zeit verrinnt - er zögert noch ein wenig
Da ist der Kuß
Ich hab's gewußt
Rrrums - da fällt der König

Bum bum - immer wieder wieder bum bum
Bum bum - und mein Herz klopft bum bum
Bum bum - immer wieder wieder bum bum...
(...)"

Trio. Bum Bum. Musik & Text Remmler/Kralle
Joe:"Und mehr ist dazu nicht zu sagen." (Helmut Heißenbüttel)

# 2899 | 09.12.2017 08:25:40 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Stadtallendorf. Stadtallendorf. So also endet ein miserables Jahr, und könnte anders es, in diesem schlechten Sinne also: präziser enden als mit Stadtallendorf? Zum gleichnamigen Auswärtsspiel habe ich nachgesehen, wo Stadtallendorf liegt. Ich weiß es nicht mehr. Ich will es nicht wissen. Ich glaube, Eike Immel stammt aus Stadtallendorf, und der endete im Dschungelcamp. Oder war das ein anderer? Tut ja nichts.
Düsternis Trübsal Depression. Ich warte auf den Tag, da wir gegen die zweite Mannschaft spielen müssen. Von Stadtallendorf. Ich bin eine arme Sau. Man meidet mich, und so dies beim besten Willen nicht mehr möglich, werde ich verlacht.

Gestern, am Kaffeeautomaten. Zu meiner Überraschung stob man nicht auseinander wie sonst, als man meiner von ferne ansichtig wurde. Die Anhänger des Vereins für Bewegungsspiele – es gibt nur noch Anhänger des Vereins für Bewegungsspiele – unterhielten sich über das bevorstehende Spiel. Nicht gegen Stadtallendorf. Gegen Leverkusen. (Nun ja, auch nicht viel besser am Ende). Gönnerhaft, vielleicht weil Freitag war, fragte mich einer, gegen wen wir spielen würden. Stadtallendorf, sagte ich. Die Blicke, die mich trafen, verständnislos zu nennen, wäre der purste Euphemismus.
„ich habe den staub gezehrt / vom fell einer wölfin“, dichtet Claus Henneberg, und wenn mich einer fragt, wie das schmeckt, kann ich es ihm sagen.

Nun, es nützt ja nichts. Die Rasenheizung ist an, so heißt es,
sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Grund genug also für unser aller Erscheinen! Die Rasenheizung! Auf dem Kickersplatz! Jahresabschluss 2017:
Stuttgarter Kickers vs. Eintracht Stadtallendorf
9. Dezember 2017, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau PS: Der Verein für Bewegungsspiele verlor 0:2. Wir haben noch Freunde.

1 | 2 | 3 | 4 | 5 ... Ende
 


Hier Ihr Beitrag:








© 2007-2018 AD1 media ·